Ein Jahr geht zu Ende. Eines, das weniger Spaß gemacht hat als die Jahre zuvor. Oder scheint mir das nur so, weil ich mich habe anstecken lassen von der gegenwärtigen Stimmung in Deutschland, wie ich sie miserabler noch nie erlebt habe?
Es gab viel Leid in der Welt. Wir haben die Bilder in den Nachrichten gesehen, haben mitgefühlt, mitgelitten, aber wir saßen warm und trocken, und zum Essen tranken wir unseren Wein.
Manche, die noch Arbeit hatten, glaubten den dümmlichen TV-Talkshows, in denen Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger als die Schmarotzer unseres Volkes hingestellt wurden - und als die Schuldigen daran, wenn wir uns nicht mehr den hohen Lebensstandard leisten können, auf den ein Anrecht zu haben wir meinten. Sie klammerten sich mühsam an dieses Zipfelchen einer Existenzgrundlage, die keinen Spaß machte, ertrugen schweigend die Launen eines tyrannischen Chefs, sogar die Intrigen der Kollegen - bis dann auch sie gegen Jahresende die Arbeit verloren, weil Firmenleitungen beschlossen, ihre Berliner Niederlassung aufzugeben.
Ich persönlich bin noch niemandem begegnet, der sagt, 2003 - ja, das war ein schönes Jahr. Warum nicht? Immerhin war es doch schließlich auch ein Jahr unseres eigenen kleinen, viel zu kurzen Lebens.
Es war das Jahr, in dem mir zum ersten Mal bewußt wurde, daß ich nicht mehr so jung bin, wie ich mich immer gefühlt hatte. Glaubte ich bis dahin, noch viel Zeit zu haben, so macht mich jetzt der Gedanke, schon 47 zu sein, etwas nervös. Und ich grübele über die Frage nach, was in meinem bisherigen Leben ist richtiges, was falsch gelebtes Leben.
Mich beruflich in der Sackgasse fühlend, aber noch ohne echte Alternative, ist 2003 für mich vor allem ein Jahr des Suchens gewesen. Will ich diese Arbeit überhaupt noch? Wenn nicht, was will ich? Wie geht es den Anderen? Was machen sie? Und vor allem - wie gehen sie es an, wie schaffen sie es? Ich habe Anregungen gefunden, aber noch keine befriedigenden Antworten für mich selbst. Die Suche dauert an, aber ich fühle, nächstes Jahr werden Entscheidungen kommen.
Was war für mich schön am scheidenden Jahr? Ich habe viel dazugelernt. Ich habe neue Freunde gewonnen, online und im realen Leben, habe alte Freunde wiedergefunden. Mit dem Fernstudium bin ich gut vorangekommen, so daß ich hoffe, es im Sommer endlich abschließen zu können. Ich bin älter, aber nicht ernsthaft krank geworden. Und etwas klüger eventuell auch ...
Und nicht zuletzt - wir hatten einen Super-Sommer. Bei diesem Wetter Lebensfreude pur!
Na dann - tschüß 2003!
Willkommen - 2004!
Mittwoch, Dezember 31, 2003
Freitag, Dezember 26, 2003
Leuchten auf dem Leipziger Hauptbahnhof
Zu Weihnachten war ich bei meinen Eltern in Leipzig. Auf dem Leipziger Hauptbahnhof fielen mir überall auf den Bahnsteigen neue Leuchten auf. Das Besondere daran: Sie sehen nicht nur schick aus, sondern neben dem Licht spenden sie auch wohlige Wärme! Ideal an kalten Wintertagen wie zur Zeit!
Der Mann, der hier für die Kamera zeigt, wie man sich an diesen Leuchten die Hände wärmen kann, ist mein lieber Vater. :-)
Samstag, Dezember 06, 2003
BabyTux und Barbie
Habe ich auch seit April/Mai Linux auf meinem Computer, so gehöre ich trotzdem nicht zu denen, die nun Windows verdammen. Ich meine, auf den ersten Blick sind die Unterschiede zwischen KDE (dem Linux-Desktop) und dem Windows-Desktop gar nicht so groß. Das wahre "Abenteuer Linux" spielt sich auf der Konsole ab. Das ist faszinierend, aber schon etwas schwieriger, und man braucht Zeit zum Lernen. Ich komme also nur in ganz kleinen Schritten voran. Und solange einige meiner Lieblingsprogramme nur unter Windows laufen, einige Hardware in Linux nicht unterstützt wird und auch einige Büroanwendungen noch nicht vollständig untereinander kompatibel sind, werde ich beide Betriebssysteme nutzen und mir das für den jeweiligen Bedarf Beste heraussuchen.
Aber worauf ich hinaus will, ist etwas ganz anderes: Linux ist nicht mehr das Betriebssystem nur für die eingefleischten Computerbastler. Bei meiner ersten Linux-Installation, zum Beispiel, war ich ganz allein und hatte ein bißchen Angst vor dem Ausgang meines Experiments. (Würde mein Windows zerstört werden und ich alle meine Daten verlieren?) Ich bootete also den Computer von der Installations-CD, das Herz schlug mir dabei bis zum Hals, ichhatte vor Aufregung einen hochroten Kopf, mein Hals und meine Ohren brannten ... :-) Aber dann - aaahhhhh - es klappte! Es lief wie geschmiert! Und ich war verliebt ... :-)
Aus eigener Erfahrung kann ich dazu raten, Linux mal auszuprobieren. (Vielleicht zunächst mit einer Knoppix-CD, d.h. ohne Linux auf dem Windows-PC installieren zu müssen.) Es ist eine faszinierende Welt, und es gibt viele Tricks, die das Arbeiten einfach und viel angenehmer machen. (Nur mal schnell ein Beispiel, wie ich google: Ich öffne die sogenannte Kommandozeile, gebegg: und das Suchwort ein. Da öffnet sich auch schon der Browser mit den Google-Treffern! Einfach großartig.)
(Du wartest, wann ich denn nun endlich auf BabyTux und Barbie zu sprechen komme, nicht wahr? *l* - Tut mir leid - gleich! *l*)
Das Maskottchen von Linux ist ein Pinguin: der Tux. Ein niedlicher Vogel, der den ganzen Tag in kaltem Wasser taucht und sich dabei offensichtlich auch noch wohl fühlt - man kann nicht anders, man muß ihn einfach mögen. Und weil so viele Linux-Anwender ihn lieben, entwerfen die begabtesten Künstler
Ich höre, wie Du seufzt ... Nun komm auf den Punkt, Maxie! Was hat denn Barbie mit Linux zu tun?
Ich habe da heute so eine Website gesehen ... erst dachte ich, das ist ein Witz, aber
dann wiederum - warum sollte es nicht doch wahr sein? So, wie sie es dort auf der Seite sagen: Die Barbie von heute ist eine moderne junge Frau, die mit Computern umgehen kann, und auf ihren Computern hat sie leistungsfähige Software - Linux eben! Barbie hat Linux auf ihrem Computer! Du glaubst das nicht? Schau selbst!
Das wären so Nachrichten, über die ich mich freuen würde - wenn sie denn wahr wären: Mädchen lernen schon beizeiten, daß sich das Leben einer "Barbie" nicht nur um Mode, Kosmetik und irgendeinen "Kevin" dreht, sondern daß auch Technik prima dazu gehört ... Aber - leider! - ist die Seite mit der Linux-Barbie eben doch nur ein Ulk (aber ein gut gemachter)!
Aber worauf ich hinaus will, ist etwas ganz anderes: Linux ist nicht mehr das Betriebssystem nur für die eingefleischten Computerbastler. Bei meiner ersten Linux-Installation, zum Beispiel, war ich ganz allein und hatte ein bißchen Angst vor dem Ausgang meines Experiments. (Würde mein Windows zerstört werden und ich alle meine Daten verlieren?) Ich bootete also den Computer von der Installations-CD, das Herz schlug mir dabei bis zum Hals, ichhatte vor Aufregung einen hochroten Kopf, mein Hals und meine Ohren brannten ... :-) Aber dann - aaahhhhh - es klappte! Es lief wie geschmiert! Und ich war verliebt ... :-)
Aus eigener Erfahrung kann ich dazu raten, Linux mal auszuprobieren. (Vielleicht zunächst mit einer Knoppix-CD, d.h. ohne Linux auf dem Windows-PC installieren zu müssen.) Es ist eine faszinierende Welt, und es gibt viele Tricks, die das Arbeiten einfach und viel angenehmer machen. (Nur mal schnell ein Beispiel, wie ich google: Ich öffne die sogenannte Kommandozeile, gebe
(Du wartest, wann ich denn nun endlich auf BabyTux und Barbie zu sprechen komme, nicht wahr? *l* - Tut mir leid - gleich! *l*)
Das Maskottchen von Linux ist ein Pinguin: der Tux. Ein niedlicher Vogel, der den ganzen Tag in kaltem Wasser taucht und sich dabei offensichtlich auch noch wohl fühlt - man kann nicht anders, man muß ihn einfach mögen. Und weil so viele Linux-Anwender ihn lieben, entwerfen die begabtesten Künstler
- Bilder und Animationen
- Spiele ("Tux Racer" und "FrozenBubbles" sind herrlich!)
- Bildschirm-Hintergründe und
- sexy Fotos mit Tux.
Jemand hat sogar gemeint, Tux müsse nun ein Baby haben, und den niedlichsten Pinguin kreiert, den ich je gesehen habe!
Ich höre, wie Du seufzt ... Nun komm auf den Punkt, Maxie! Was hat denn Barbie mit Linux zu tun?
Ich habe da heute so eine Website gesehen ... erst dachte ich, das ist ein Witz, aber
dann wiederum - warum sollte es nicht doch wahr sein? So, wie sie es dort auf der Seite sagen: Die Barbie von heute ist eine moderne junge Frau, die mit Computern umgehen kann, und auf ihren Computern hat sie leistungsfähige Software - Linux eben! Barbie hat Linux auf ihrem Computer! Du glaubst das nicht? Schau selbst!
Das wären so Nachrichten, über die ich mich freuen würde - wenn sie denn wahr wären: Mädchen lernen schon beizeiten, daß sich das Leben einer "Barbie" nicht nur um Mode, Kosmetik und irgendeinen "Kevin" dreht, sondern daß auch Technik prima dazu gehört ... Aber - leider! - ist die Seite mit der Linux-Barbie eben doch nur ein Ulk (aber ein gut gemachter)!
Freitag, Dezember 05, 2003
Manchmal drollig: Deutsche und Weihnachten
Verrückte Weihnachtszeit ;-)
Ich liebe die amerikanischen Filme über die Grizzworlds Family (mit Chevy Chase). In einem der Filme will Vater Grizzworld zum Weihnachtsfest das ganze Haus mit Lichterketten schmücken. Das ist gar nicht so einfach (sonst wäre es ja keine Komödie), und als er es endlich geschafft hat, bricht die Stromversorgung zusammen. Jaja, haben wir gedacht und gelacht: die verrückten Amis. ;-) Warum brauchen die auch sooo viele Weihnachtsgirlanden.
Aber halt! Wir Deutschen übernehmen viele Trends von den Amerikanern - und mit unserer berühmt-berüchtigten deutschen Gründlichkeit wollen wir auch immer noch etwas besser sein. :-) Auch zu Weihnachten!
"Der Spiegel", brachte jetzt in Heft 49 vom 01.12.2003 den Artikel "Watt und Wahn" mit Beispielen für deutsche "Grizzworlds":
- Eine Berlinerin liefert sich mit ihrem Nachbarn jedes Jahr ein weihnachtliches "Wettrüsten" mit Lichternetzen und -ketten und diversen illuminierten Weihnachtsmannfiguren. Ihr Nachbar, der nicht zurückstehen möchte,
hat schon fast 3000 Euro für Lämpchen ausgegeben. Und 500 Euro kostet allein der Strom für die Lichter.
- In Bayern hat eine Münchnerin 1990 die erste amerikanische Girlande nach Deutschland gebracht, damit die Kinder sehen, wie in Amerika Weihnachten gefeiert wird. Inzwischen hat sie so viele Lichterketten, daß man das Haus vom Flugzeug aus sehen kann, wenn man nachts in München landet. Insgesamt 33400 Lämpchen! Das Bauamt hat in der Nähe des Hauses sogar schon Warnschilder aufgestellt, damit der Straßenverkehr nicht ins Stocken kommt.
Die Deutschen lassen sich ihr Weihnachten etwas kosten! Zehn Meter Lichtschlauch
verbrauchen im Monat so viel Strom wie ein Kühlschrank im ganzen Jahr.
Wie der "Spiegel" berichtet, gab es sogar schon eine Morddrohung! Einer mit 39000 Lichtern an Haus und Bäumen hat damit seine Nachbarn so wild gemacht, daß sie ihm vor zwei Jahren eine Morddrohung - mit einer toten Maus im Briefkasten - geschickt haben. Weil er nun Angst hat, hängen bei ihm in diesem Jahr zu Weihnachten nur noch ca. 10000 Lämpchen am Haus. :-)
Nun, zum Glück sind das Extrembeispiele, die der "Spiegel" hier angeführt hat. Aber wenn ich abends durch mein Wohngebiet gehe, fällt mir auf, daß an einigen Häusern besonders viele Lichterketten strahlen. Auch hier wetteifern Nachbarn also schon darum, wer die "schönsten" Fenster und Balkons hat.
Ich bekenne, mir ist dieses Jahr noch nicht nach Weihnachten. Aber am kommenden Wochenende werde ich wohl auch meine Lichterketten am Balkon anbringen und den Schwibbogen ins Fenster stellen ...
Eine frohe Adventszeit wünscht
Maxie
Ich liebe die amerikanischen Filme über die Grizzworlds Family (mit Chevy Chase). In einem der Filme will Vater Grizzworld zum Weihnachtsfest das ganze Haus mit Lichterketten schmücken. Das ist gar nicht so einfach (sonst wäre es ja keine Komödie), und als er es endlich geschafft hat, bricht die Stromversorgung zusammen. Jaja, haben wir gedacht und gelacht: die verrückten Amis. ;-) Warum brauchen die auch sooo viele Weihnachtsgirlanden.
Aber halt! Wir Deutschen übernehmen viele Trends von den Amerikanern - und mit unserer berühmt-berüchtigten deutschen Gründlichkeit wollen wir auch immer noch etwas besser sein. :-) Auch zu Weihnachten!
"Der Spiegel", brachte jetzt in Heft 49 vom 01.12.2003 den Artikel "Watt und Wahn" mit Beispielen für deutsche "Grizzworlds":
- Eine Berlinerin liefert sich mit ihrem Nachbarn jedes Jahr ein weihnachtliches "Wettrüsten" mit Lichternetzen und -ketten und diversen illuminierten Weihnachtsmannfiguren. Ihr Nachbar, der nicht zurückstehen möchte,
hat schon fast 3000 Euro für Lämpchen ausgegeben. Und 500 Euro kostet allein der Strom für die Lichter.
- In Bayern hat eine Münchnerin 1990 die erste amerikanische Girlande nach Deutschland gebracht, damit die Kinder sehen, wie in Amerika Weihnachten gefeiert wird. Inzwischen hat sie so viele Lichterketten, daß man das Haus vom Flugzeug aus sehen kann, wenn man nachts in München landet. Insgesamt 33400 Lämpchen! Das Bauamt hat in der Nähe des Hauses sogar schon Warnschilder aufgestellt, damit der Straßenverkehr nicht ins Stocken kommt.
Die Deutschen lassen sich ihr Weihnachten etwas kosten! Zehn Meter Lichtschlauch
verbrauchen im Monat so viel Strom wie ein Kühlschrank im ganzen Jahr.
Wie der "Spiegel" berichtet, gab es sogar schon eine Morddrohung! Einer mit 39000 Lichtern an Haus und Bäumen hat damit seine Nachbarn so wild gemacht, daß sie ihm vor zwei Jahren eine Morddrohung - mit einer toten Maus im Briefkasten - geschickt haben. Weil er nun Angst hat, hängen bei ihm in diesem Jahr zu Weihnachten nur noch ca. 10000 Lämpchen am Haus. :-)
Nun, zum Glück sind das Extrembeispiele, die der "Spiegel" hier angeführt hat. Aber wenn ich abends durch mein Wohngebiet gehe, fällt mir auf, daß an einigen Häusern besonders viele Lichterketten strahlen. Auch hier wetteifern Nachbarn also schon darum, wer die "schönsten" Fenster und Balkons hat.
Ich bekenne, mir ist dieses Jahr noch nicht nach Weihnachten. Aber am kommenden Wochenende werde ich wohl auch meine Lichterketten am Balkon anbringen und den Schwibbogen ins Fenster stellen ...
Eine frohe Adventszeit wünscht
Maxie
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