Samstag, Dezember 06, 2003

BabyTux und Barbie

Habe ich auch seit April/Mai Linux auf meinem Computer, so gehöre ich trotzdem nicht zu denen, die nun Windows verdammen. Ich meine, auf den ersten Blick sind die Unterschiede zwischen KDE (dem Linux-Desktop) und dem Windows-Desktop gar nicht so groß. Das wahre "Abenteuer Linux" spielt sich auf der Konsole ab. Das ist faszinierend, aber schon etwas schwieriger, und man braucht Zeit zum Lernen. Ich komme also nur in ganz kleinen Schritten voran. Und solange einige meiner Lieblingsprogramme nur unter Windows laufen, einige Hardware in Linux nicht unterstützt wird und auch einige Büroanwendungen noch nicht vollständig untereinander kompatibel sind, werde ich beide Betriebssysteme nutzen und mir das für den jeweiligen Bedarf Beste heraussuchen.

Aber worauf ich hinaus will, ist etwas ganz anderes: Linux ist nicht mehr das Betriebssystem nur für die eingefleischten Computerbastler. Bei meiner ersten Linux-Installation, zum Beispiel, war ich ganz allein und hatte ein bißchen Angst vor dem Ausgang meines Experiments. (Würde mein Windows zerstört werden und ich alle meine Daten verlieren?) Ich bootete also den Computer von der Installations-CD, das Herz schlug mir dabei bis zum Hals, ichhatte vor Aufregung einen hochroten Kopf, mein Hals und meine Ohren brannten ... :-) Aber dann - aaahhhhh - es klappte! Es lief wie geschmiert! Und ich war verliebt ... :-)

Aus eigener Erfahrung kann ich dazu raten, Linux mal auszuprobieren. (Vielleicht zunächst mit einer Knoppix-CD, d.h. ohne Linux auf dem Windows-PC installieren zu müssen.) Es ist eine faszinierende Welt, und es gibt viele Tricks, die das Arbeiten einfach und viel angenehmer machen. (Nur mal schnell ein Beispiel, wie ich google: Ich öffne die sogenannte Kommandozeile, gebe gg: und das Suchwort ein. Da öffnet sich auch schon der Browser mit den Google-Treffern! Einfach großartig.)

(Du wartest, wann ich denn nun endlich auf BabyTux und Barbie zu sprechen komme, nicht wahr? *l* - Tut mir leid - gleich! *l*)

Das Maskottchen von Linux ist ein Pinguin: der Tux. Ein niedlicher Vogel, der den ganzen Tag in kaltem Wasser taucht und sich dabei offensichtlich auch noch wohl fühlt - man kann nicht anders, man muß ihn einfach mögen. Und weil so viele Linux-Anwender ihn lieben, entwerfen die begabtesten Künstler


Jemand hat sogar gemeint, Tux müsse nun ein Baby haben, und den niedlichsten Pinguin kreiert, den ich je gesehen habe!


 


 


 


Ich höre, wie Du seufzt ... Nun komm auf den Punkt, Maxie! Was hat denn Barbie mit Linux zu tun?

Ich habe da heute so eine Website gesehen ... erst dachte ich, das ist ein Witz, aber
dann wiederum - warum sollte es nicht doch wahr sein? So, wie sie es dort auf der Seite sagen: Die Barbie von heute ist eine moderne junge Frau, die mit Computern umgehen kann, und auf ihren Computern hat sie leistungsfähige Software - Linux eben! Barbie hat Linux auf ihrem Computer! Du glaubst das nicht? Schau selbst!

Das wären so Nachrichten, über die ich mich freuen würde - wenn sie denn wahr wären: Mädchen lernen schon beizeiten, daß sich das Leben einer "Barbie" nicht nur um Mode, Kosmetik und irgendeinen "Kevin" dreht, sondern daß auch Technik prima dazu gehört ... Aber - leider! - ist die Seite mit der Linux-Barbie eben doch nur ein Ulk (aber ein gut gemachter)!

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