Mittwoch, Juni 02, 2004

Machm-it!

Daß E-Learning eine Perspektive hat, bestreitet wohl heute kaum noch jemand, auch wenn manchmal das Argument gebracht wird, daß der persönliche Kontakt zu anderen fehlt, wenn man allein hinter seiner Kiste sitzt. Ich denke aber, auch das ist kein Problem mehr: Die modernen Instant Messenger, die Sprache und sogar Video übertragen (eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt) ermöglichen den unkomplizierten Kontakt zu anderen. E-Learning macht unabhängiger von äußeren Zwängen: Es gibt keine zeitraubenden Anfahrtwege, in entspannter Atmosphäre zu Hause lernt man dann, wenn es einem paßt.

Was mir Sorge bereitet, sind die mitunter bereits horrenden Preise, die für Online-Kurse verlangt werden. Wird Bildung bzw. Weiterbildung zum Privileg der Besserverdienenden? Bevor ich mich für die Fernschule Weber entschied, hatte ich mir damals auch Material von anderen Instituten kommen lassen. Da wurde ein Informatik-Fernstudium für ca. 250 EUR monatlich angeboten. (Leute! Wer soviel Geld Monat für Monat übrig hat, braucht Euer Informatik-Fernstudium nicht!) Auf der Suche nach Weiterbildungsangeboten im E-Learning habe ich mich aber davon überzeugen müssen, daß die - möglicherweise - hervorragenden Angebote nur in einem Punkt noch übertroffen werden - dem Preis. Ich wüßte gern, wer solche Kurse aus eigener Tasche finanzieren kann. Noch habe ich Arbeit und damit ein Gehalt - von dem ich mir diese Kurse nicht leisten kann. Und als Arbeitslose? Da bezahlt es das Arbeitsamt ... ???

Über eine Liste wurde ich vor kurzem auf diesen eingetragenen Verein aufmerksam:


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Dieser Verein will nach eigener Aussage "innovative Lehr- und Lernmethoden fördern und entwickeln". Hier haben sich Leute zusammengefunden, die sich dafür einsetzen, daß das E-Learning sich auf breiterer Basis durchsetzt, als dies bisher noch in Deutschland der Fall ist. Unterricht über das Internet, im virtuellen Klassenzimmer, unabhängig von Alter, Zeit, Ort oder der gesellschaftlichen Stellung. Die Kurse bei machm-it sind zum Teil gratis oder zumindest bezahlbar. Und die verwendete Software für das virtuelle Klassenzimmer (LearnLinc) funktioniert prima.

Zwei Kurse habe ich hier nun schon besucht: an einem Abend habe ich mir vorführen lassen, wie ich auf dem Windows-PC mit Freeware PDFs erzeugen kann, der andere Kurs war eine Einführung in Typo3, zu dem ich auch gleich die nächsten Module gebucht habe.

Kurse gratis? Ja! Auf Machm-it!

Ich überlege gegenwärtig, womit ich mich einbringen kann. Interessante, teils noch nicht allgemein bekannte Software, Freeware, die teuren Produkten nicht nachsteht, gibt es ja ... Soll ich die Leute mal auf meinen Desktop schauen lassen? :-)

Hoffentlich kommt der im zweiten Halbjahr geplante Kurs zu Sounddesign von F. Galesky zustande ...

Denn mit Sound auf Webseiten befasse ich mich zur Zeit. Vor kurzem habe ich meine neueste Sound-Seite: "Krambambuli" fertiggestellt. Für eine Internet-Community, die Deutsch lernen und praktizieren möchte. - Will man eine Fremdsprache lernen, muß man viel im Original lesen. Leider fehlt gerade dann der muttersprachliche Vorleser. Und darin besteht mein kleines Projekt, wo ich verschiedene Internet-Techniken ausprobiere. (Und nun liefere ich gleich noch die PDFs zum Text mit! Danke, Machm-it!:-))

Leider waren die bisherigen Versuche, Sound einzubinden, nie zufriedenstellend, je nachdem, welcher Browser/Soundplayer beim Besucher im Einsatz war. RealAudio hatte mir mit dem HelixProducer Basic9 einen Streich gespielt: MP3s, die mit dem HelixProducer für das Streaming bearbeitet werden, laufen im RealPlayer8 nicht! Der Besucher muß dafür die neueste RealPlayer-Version installiert haben.

Meine neueste Sound-Seite nutzt jetzt eine Flash-Anwendung, um die MP3s zu streamen. Nun funktioniert das endlich mit jedem Betriebssystem und in jedem Browser, der Flash unterstützt. Und das sind die meisten. Puristen hin, Puristen her - ich bin davon überzeugt, daß Flash eine Internet-Anwendung mit Zukunft ist.

Samstag, April 10, 2004

Wölfe heulen auf der Leipziger Straße

Ja richtig! Mitten in Berlin! Genauer gesagt an der Ecke Leipziger/Mauerstraße, am Museum für Kommunikation ("Postmuseum").


Museum für Kommunikation an der Leipziger Straße



Kommt man am Museum vorbei, hörte man vor kurzem noch Telefonanrufe ("Hallo Schatz, ich bin jetzt zu Hause"), Aufzeichnungen aus Radioübertragungen (O-Ton Walter Ulbricht: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten") und anderes. Die derzeitigen Klanginstallationen - eben jenes mehrstimmige, volltönende und überhaupt nicht schauerliche Wolfsgeheul, Vogelgezwitscher, Delphine u.a. - wiederum wecken das Interesse, die zur Zeit laufende Sonderausstellung

"Tiere lügen nicht"


Blick in die Sonderausstellung


zu besuchen. Diese Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde Berlin und untersucht die Rolle, die Tiere über die Jahrhunderte hinweg in unserem Leben gespielt haben. Eine unglaubliche Fülle von Material wurde hier zu einer sehenswerten Ausstellung zusammengetragen, die Aspekte beleuchtet wie:

  • Entwicklung zum Haustier

  • Tierverhaltensforschung

  • Tierdressuren

  • Können Tiere sprechen?

  • Das Tier in den Medien

  • Tiere als Helfer und Partner

  • Tiere vor Gericht.


Wir erfahren viel Interessantes: Zum Beispiel hat man um 1900 herum ganz intensiv geforscht, ob Tiere sprechen können. So soll es eine sprechende Katze - den Kater Alupka - gegeben haben. (Wie schade, daß meine Fellwuschel nur kätzisch mit mir kommunizieren - aber ich bin überzeugt, sie verstehen jedes meiner Worte!) Tonaufnahmen aus jener Zeit belegen aber, daß ein Hund namens Don, der in jener Zeit lebte, 5 Worte, darunter "Hunger", tatsächlich sprechen konnte.

In dem Bereich "Tiere als Helfer und Partner" wird auch die heilsame Wirkung von Tieren auf die menschliche Psyche untersucht. Zum Beispiel kann man in einer der kleinen Kabinen ein Lamafell berühren. Eine andere entführt den Besucher mittels raffinierter Klanginstallation ins Wasser zu den Delphinen. So kann man hautnah nachempfinden, warum in Delphinarien insbesondere bei autistischen Kindern beeindruckende Heilerfolge erzielt werden können.

Apropos, Tiere in den Medien: Sogar ein ganz aktuelles Foto (2004) von Rudolph Moshammer mit seiner Daisy ist zu sehen. (Schade, daß seine Homepage www.moshammer.de nach Relaunch - mit Flash - so schlecht geworden ist - als ich sie 1999 zum ersten Mal sah, war ich begeistert und habe Tränen gelacht. Damals war das noch eine echte Kult-Seite.)

Die Sonderausstellung kann noch bis September 2004 besichtigt werden. Aber auch ansonsten lohnt ein Besuch im Museum für Kommunikation in Berlin, das in den Galerien des prachtvoll rekonstruierten Altbaus interessante Dauerausstellungen zu Post- und Fernmeldethemen untergebracht hat.


Galerien am Lichthof

Die Galerien


Die Ausstellungen erzählen die Geschichte des Postwesens, aber auch der Fernmeldetechnik bis hin zur modernen Datenübertragung per Computer.




Sammlung von Briefkästen

Alter deutscher Briefkasten


Die Schatzkammer im Untergeschoß ist eine abgedunkelte Säulenhalle. Jede Säule schaltet beim Nähertreten Licht und Ton an und erzählt die Geschichte des darin enthaltenen Exponates. Die berühmtesten Ausstellungsstücke sind zweifellos die Blaue und die Rote Mauritius.

Mein Tipp: Hingehen und anschauen! Das Museum für Kommunikation ist von Dienstag bis Freitag von 09:00 bis 17:00, sonnabends sowie an Sonn- und Feiertagen von 11:00 bis 19:00 geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

Dienstag, März 09, 2004

Berlin - und der Verkehr

Bus verpaßt? Dann simse!
Ja, wieder mal auf den letzten Drücker losgerannt und die Buslichter nur noch von hinten gesehen? Wann kommt der nächste Bus?

Man kann auf den Fahrplan schauen ...

Aber wenn man Berliner ist, geht es besser (und teurer): Einfach eine SMS mit der Nummer der Haltestelle an die 77377 schicken. Schon piepst es - und das Handy zeigt die nächsten Abfahrtzeiten an.



Die Kosten? Die eigene SMS bezahlst du selbst. Die Antwort-SMS ist ein werbefinanzierter Service.

Na gut, wenn es abends an der Haltestelle dunkel ist und ich die Abfahrtzeiten nicht mehr lesen kann, dann lasse ich sie mir eben auf das leuchtende Display meines Handys schicken. :-)

Wirklich nützlich ist dieser Service aber auf jeden Fall dann, wenn das Verkehrsmittel aus technischen Gründen ausgefallen ist. Man erfährt, wann es weitergeht - und bestellt ggf. ein Taxi. Wozu hat man das Handy.

Sonntag, März 07, 2004

eBay und BA versteigern Arbeitslose

Der erste April-Scherz in diesem Jahr - und wie ich fast auf ihn hereingefallen wäre

Sonntag. 7. März. Ich lese in der InternetWorld und traue meinen Augen nicht: Das muß eine Zeitungsente sein ... Im Heft 04/2004 ist unter den Branchennews auf Seite 15 zu lesen, daß das Arbeitsamt ab 01.04.2004 Dienstleistungen wie Ferien- oder Schwangerschaftsvertretungen bei eBay versteigern will. Versteigert werden sollen Empfänger des "Arbeitslosengeldes II". Das Projekt sei in der Testphase auf 20 eBay-Citys begrenzt. Der eBay-Einstiegspreis zur Versteigerung solle sich am MINIMALLOHN inklusive der anfallenden Sozialabgaben orientieren. Bei Zuschlag muß der Arbeitslose innerhalb von 14 Tagen den Job antreten, anderenfalls werde ihm das Arbeitslosengeld um bis zu 30 Prozent gekürzt.

Nun ist es nicht das erste Mal, daß Arbeitskraft bei eBay angeboten und versteigert wird. Aber ich sehe hier einen entscheidenden Unterschied: Der Jobsuchende hat selbst entschieden, seine Arbeitskraft dort anzubieten. Als Publicity-Gag, um öffentlich auf seine Lage aufmerksam zu machen? Wie dem auch sei, sobald jedoch Menschen andere Menschen versteigern, dann ist das in meinen Augen unmoralisch.

Zumutbarkeitsregelung hin und her. Aber sind unsere Arbeitslosen Vieh, das man auf dem Markt verhökert? Verkauft für den Minimallohn - denn wo keine Arbeit ist, wird es bei einer Versteigerung nicht viele Mitbieter geben. Muß sich ein Langzeitarbeitsloser wirklich alles gefallen lassen?

Meine Empörung schlägt Wellen ... Das soll am 01. April losgehen ... Das kann nicht wahr sein!

Das dort abgebildete Foto ist köstlich: Am Gebäude des Arbeitsamtes prangt unter dem A-Symbol in leuchtenden Farben das Logo von eBay. Und davor die allseits bekannten Schlangen Arbeitsloser. :-)

Soso, am 1. April geht das los. Ist das ein April-Scherz? Aber wir haben doch heute erst den 7. März ... Allerdings hat sich das Arbeitsamt nicht zum ersten Mal Pannen geleistet. Ein besonders krasses Beispiel ist dieses, wo eine junge Frau vom Arbeitsamt aufgefordert wird, sich als Fotomodell zur Verfügung zu stellen. Und das ist online nachzulesen, noch heute, am 07. März.

Mir glühen die Ohren. Ich will mehr darüber wissen und google. Denn wo bleibt eigentlich der empörte Aufschrei, der sonst bei jedem Furz der Politiker durch die Tagespresse geht? Im Internet ist zu dem geplanten Zusammenspiel von eBay und BA bisher noch nichts zu finden. Eine Verschwörung? Will man mal wieder alles vor der Öffentlichkeit geheimhalten, um das Volk an der Basis schließlich vor vollendete Tatsachen zu stellen? Bin ich, die kleine verkannte Tippse, jetzt auf einen ganz großen Skandal gestoßen? ;-)

In den Foren, wo die Betroffenen ihren Unmut über die gegenwärtige Arbeitsmarktpolitik äußern können, z.B. www.arbeitszwang.de und www.chefduzen.de, ist die Nachricht vom Arbeitsamt-Deal noch nicht angekommen. Weil das von denen da oben geheimgehalten wird? ;-)

Bei immer weniger Vertrauen in die Politik ist es leider so, daß man anfängt, alles für denkbar zu halten - und klingt es noch so abenteuerlich. Zudem ist die InternetWorld für mich kein Revolverblatt, was "mal so auf die Schnelle" eine Zeitungsente produziert, um die Auflagen zu steigern. Schon eher einen Aprilscherz ... ;-)

Die Tagesschau und Telepolis lassen die Meldung der InternetWorld realistisch erscheinen ...

Für zwei - drei Wochen wegen Urlaubsvertretung mal wieder Arbeitsluft schnuppern, das mag ja angehen. Man freut sich als Arbeitsloser wahrscheinlich sogar über die Abwechslung, auch wenn es keine feste Arbeit und die Bezahlung schlecht ist. Aber Schwangerschaftsvertretung? Für ein Jahr womöglich? Zwangsarbeit in einer Firma, die den Arbeitssuchenden ersteigert hat? Die die Arbeitskraft wie eine Zitrone auspressen und danach wegwerfen darf? Wer prüft, ob die Firma seriös ist und welche Arbeitsbedingungen dort herrschen? (Wie ist das Betriebsklima? Wird gemobbt?)


Hm - heute haben wir den 07. März. Die Meldung ist in der InternetWorld 04/2004 erschienen. Und starten soll die Aktion am 01. April ... Zeitschriften veröffentlichen ihre April-Ausgabe neuerdings oft bereits Anfang März ... - Es war ein Aprilscherz der InternetWorld, ein gelungener dazu - denn dieser Scherz hat den Finger auf eine ganz tiefe schmerzende Wunde gelegt. Wie wenig (Noch-)Arbeitende und Arbeitslose miteinander solidarisiert sind, kann man in einer Umfrage auf www.netzmuetze.de sehen:



Nun ist die Netzmütze satirisch angelegt und insofern mit einem Augenzwinkern zu lesen, aber das Ergebnis der Umfrage gibt trotzdem zu denken. Meinungen wie "auf jeden Fall" und "wenn sie nicht zu teuer sind" stimmen mit dem dummen Gequatsche in vielen Talkshows überein, wo die Arbeitslosen allesamt als faule Schmarotzer der Gesellschaft hingestellt werden. Die nur dann einen Finger krumm machen würden, wenn sie dafür am Monatsende mehr in der Lohntüte sehen als "du und ich" (und mal ehrlich, unser bißchen Geld für diese tägliche Mühle ist sauer verdient).

Je länger ich über diesen Aprilscherz nachdenke, umso besser finde ich ihn ...

Donnerstag, Januar 01, 2004

Ein Traum in der Neujahrsnacht

Ein Tag im DEZEMBER 2004

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Das Handy klingelt, obwohl ich schon von allein munter geworden bin und keinen Wecker brauche. Ich strecke mich noch mal im Bett und stehe auf. Das Aufstehen fällt leicht, wenn man sich auf den neuen Tag freut.

Es ist jetzt 9 Uhr. Meine Katzen umschnurren mich, also werde ich sie erst mal, sobald ich das Bad verlassen habe, versorgen. Dann öffne ich das Fenster, mache ein paar Atemübungen und das Sonnengebet (eine Yoga-Übung), das mich wie immer erfrischt, schnappe den Badeanzug und gehe erst einmal schwimmen. Vielleicht beginne ich den Tag auch im Fitness-Studio ... Egal, eines von beidem. Auf dem Weg zurück gehe ich beim Bäcker vorbei, und dann wird zu Hause gefrühstückt: Frisch gepreßter Grapefruitsaft, zwei Brötchen, vielleicht mit Ingwerkonfitüre oder englischer Orangen-Marmelade, vielleicht aber auch mit herzhaftem Belag. Zum Schluß der starke, heiße Kaffee mit viel Milch.

Danach gehe ich ins Computerzimmer und schalte den PC an.Im Mai habe ich mein Fernstudium abgeschlossen. "Internet-Spezialist" nenne ich mich nun. Damit kann ich zwar auf dem Arbeitsmarkt nicht viel anfangen, aber darum geht es auch nicht. Ich habe das eher als Hobby begriffen und bin dabei ins Laufen gekommen. In den folgenden Monaten überschlugen sich die Ereignisse beinahe. Im Juni und Juli habe ich an den Wochenenden für eine russische Firma das Handbuch und die Online-Hilfetexte einer neuen Software ins Deutsche übersetzt. Das Programm, eine Software zum Blocken von Spam und - das war neu - zur Rückverfolgung der Spam-Mails, selbst wenn die Spammer anonym von geknackten Websites aus posteten, so daß man ihrer endlich habhaft werden konnte, wurde über Nacht berühmt. Neue Kunden klopften bei mir an. Ich mußte mich entscheiden, ob ich weiter bei meiner Firma arbeiten oder mich selbständig machen will, weil es anders nicht zu schaffen gewesen wäre. Die Wahl fiel mir nicht schwer.

Zur Zeit arbeite ich zur Abwechslung mal an einer Übersetzung aus dem Englischen: Im Herbst habe ich auf einem Recherche-Workshop eine berühmte amerikanische Information-Brokerin kennengelernt, die mir anbot, ihr neues Buch über Online-Recherchen zu übersetzen. Die deutsche Übersetzung wird im nächsten Jahr bei Galileo Computing erscheinen.

Ich liege gut im Zeitrahmen, lese eigentlich nur noch Kontrolle, so daß mir neben dieser umfangreichen Übersetzung noch Zeit bleibt für Russisch-Aufträge und mein Hobby-Projekt: die Übersetzung eines Romanes über den amerikanischen Hacker-Underground von den Anfängen, dem ersten Virus, bis in die nähere Vergangenheit. Die Autorin hat diesen Roman als kostenlose PDF online ins Netz gestellt und war begeistert von meinem Vorschlag, ihr Werk ins Deutsche zu übersetzen - ebenfalls online. Ich mache das in Form eines Blogs als Fortsetzungsroman, ältere Folgen werden zusammengefaßt und können als PDF abgerufen werden.

Meine geschäftliche Website hat seitdem großen Zulauf, und seit ich die Übersetzungsfolgen dort hochlade, hat sich auch der Umsatz meines kleinen Webshops verfünffacht - Tendenz steigend, so daß ich darüber nachdenke, den Webshop zu erweitern. Der Shop war aus einer Laune heraus entstanden - ich wollte nur mal wissen, wie die Software funktioniert. Hatte also im Frühling versuchsweise einen Flohmarkt für die vielen Bücher, die ich nicht mehr brauchte, auf die Website gestellt, für 1 Euro das Stück, ich hätte sie ja sonst auch bloß weggeworfen. Die Bücher gingen zu meinem Erstaunen ab wie früher ein Westpaket! Von da an nahm ich das ernst, bot im Versuch auch ganz billig Lernsoftware (eigene kleine Bildschirmaufzeichnungen als selbstablaufende Videos auf CD und Audio-CDs) sowie selbstgemachte Computer-Grafiken auf Folie oder Glas, die man z.B. beim CaseModding gebrauchen kann, zum Verkauf an und war überrascht - es läuft!

Der Renner ist zur Zeit der Sticker mit der niedlichen vollbusigen Barbie, die "Kevin is out, Linux is sexy" in die Tastatur tippt. (Sex sells?) Die Idee dazu kam mir, als ich mal beinahe auf eine Parodie im Netz hereingefallen wäre und mich deshalb am 06. Dezember 2003 hier im Blog um ein Haar unsterblich blamiert hätte. *l*

Warum sieht mir die kleine Barbie mit ihren dunklen kurzen Haaren eigentlich so ähnlich ... ich drehe mich wieder wohlig im Bett herum ...

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Das Handy klingelt. Es ist Donnerstag, der 1. Januar 2004. Benommen setze ich mich auf. Was habe ich in Neujahrsnacht für einen Unsinn zusammengeträumt ...