Daß E-Learning eine Perspektive hat, bestreitet wohl heute kaum noch jemand, auch wenn manchmal das Argument gebracht wird, daß der persönliche Kontakt zu anderen fehlt, wenn man allein hinter seiner Kiste sitzt. Ich denke aber, auch das ist kein Problem mehr: Die modernen Instant Messenger, die Sprache und sogar Video übertragen (eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt) ermöglichen den unkomplizierten Kontakt zu anderen. E-Learning macht unabhängiger von äußeren Zwängen: Es gibt keine zeitraubenden Anfahrtwege, in entspannter Atmosphäre zu Hause lernt man dann, wenn es einem paßt.
Was mir Sorge bereitet, sind die mitunter bereits horrenden Preise, die für Online-Kurse verlangt werden. Wird Bildung bzw. Weiterbildung zum Privileg der Besserverdienenden? Bevor ich mich für die Fernschule Weber entschied, hatte ich mir damals auch Material von anderen Instituten kommen lassen. Da wurde ein Informatik-Fernstudium für ca. 250 EUR monatlich angeboten. (Leute! Wer soviel Geld Monat für Monat übrig hat, braucht Euer Informatik-Fernstudium nicht!) Auf der Suche nach Weiterbildungsangeboten im E-Learning habe ich mich aber davon überzeugen müssen, daß die - möglicherweise - hervorragenden Angebote nur in einem Punkt noch übertroffen werden - dem Preis. Ich wüßte gern, wer solche Kurse aus eigener Tasche finanzieren kann. Noch habe ich Arbeit und damit ein Gehalt - von dem ich mir diese Kurse nicht leisten kann. Und als Arbeitslose? Da bezahlt es das Arbeitsamt ... ???
Über eine Liste wurde ich vor kurzem auf diesen eingetragenen Verein aufmerksam:
Dieser Verein will nach eigener Aussage "innovative Lehr- und Lernmethoden fördern und entwickeln". Hier haben sich Leute zusammengefunden, die sich dafür einsetzen, daß das E-Learning sich auf breiterer Basis durchsetzt, als dies bisher noch in Deutschland der Fall ist. Unterricht über das Internet, im virtuellen Klassenzimmer, unabhängig von Alter, Zeit, Ort oder der gesellschaftlichen Stellung. Die Kurse bei machm-it sind zum Teil gratis oder zumindest bezahlbar. Und die verwendete Software für das virtuelle Klassenzimmer (LearnLinc) funktioniert prima.
Zwei Kurse habe ich hier nun schon besucht: an einem Abend habe ich mir vorführen lassen, wie ich auf dem Windows-PC mit Freeware PDFs erzeugen kann, der andere Kurs war eine Einführung in Typo3, zu dem ich auch gleich die nächsten Module gebucht habe.
Kurse gratis? Ja! Auf Machm-it!
Ich überlege gegenwärtig, womit ich mich einbringen kann. Interessante, teils noch nicht allgemein bekannte Software, Freeware, die teuren Produkten nicht nachsteht, gibt es ja ... Soll ich die Leute mal auf meinen Desktop schauen lassen? :-)
Hoffentlich kommt der im zweiten Halbjahr geplante Kurs zu Sounddesign von F. Galesky zustande ...
Denn mit Sound auf Webseiten befasse ich mich zur Zeit. Vor kurzem habe ich meine neueste Sound-Seite: "Krambambuli" fertiggestellt. Für eine Internet-Community, die Deutsch lernen und praktizieren möchte. - Will man eine Fremdsprache lernen, muß man viel im Original lesen. Leider fehlt gerade dann der muttersprachliche Vorleser. Und darin besteht mein kleines Projekt, wo ich verschiedene Internet-Techniken ausprobiere. (Und nun liefere ich gleich noch die PDFs zum Text mit! Danke, Machm-it!:-))
Leider waren die bisherigen Versuche, Sound einzubinden, nie zufriedenstellend, je nachdem, welcher Browser/Soundplayer beim Besucher im Einsatz war. RealAudio hatte mir mit dem HelixProducer Basic9 einen Streich gespielt: MP3s, die mit dem HelixProducer für das Streaming bearbeitet werden, laufen im RealPlayer8 nicht! Der Besucher muß dafür die neueste RealPlayer-Version installiert haben.
Meine neueste Sound-Seite nutzt jetzt eine Flash-Anwendung, um die MP3s zu streamen. Nun funktioniert das endlich mit jedem Betriebssystem und in jedem Browser, der Flash unterstützt. Und das sind die meisten. Puristen hin, Puristen her - ich bin davon überzeugt, daß Flash eine Internet-Anwendung mit Zukunft ist.
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